Am 15. Dezember 2025 hatte Bittensor sein erstes Halving. Seitdem gibt es jeden Tag nur noch halb so viele neue TAO wie vorher. Grayscale, das einen TAO-Trust betreibt, erwartete laut The Block, dass das Halving den Kurs stützt. Das Argument kennt man von Bitcoin: höchstens 21 Millionen Coins, alle paar Jahre halbiert sich der Nachschub, also wird es knapp.
2026 sieht es so aus, als ginge das auf. Bis zum 5. Oktober ist TAO in diesem Jahr um 40 Prozent gestiegen, Bitcoin hat 2 Prozent verloren.
Wenn du TAO wegen dieser Knappheit kaufst, lohnt sich eine Frage: Wie knapp ist TAO denn heute, gemessen an Bitcoin?
Was Bittensor macht: ein offener Wettbewerb um KI-Arbeit
Bittensor ist eine eigene Blockchain namens Subtensor, die seit 2021 läuft. Auf ihr gibt es bis zu 128 sogenannte Subnetze. Jedes Subnetz ist ein offener Wettbewerb um eine bestimmte KI-Aufgabe: Sprachmodelle betreiben, Grafikkarten vermieten, Modelle trainieren, Code schreiben. Mitmachen kann jeder, ohne Anmeldung und ohne Vertrag.
Miner liefern die Arbeit, Validatoren bewerten sie, und wer gut abschneidet, bekommt neue TAO. Seit Februar 2025 hat jedes Subnetz zusätzlich einen eigenen Token. Seit November 2025 bekommt ein Subnetz umso mehr neue TAO, je mehr Geld Anleger netto hineinstecken.
Was technisch anders ist: Bezahlt wird das Ergebnis, nicht die Hardware
Die meisten Krypto-Projekte für KI verkaufen Rechenzeit. Bei Akash bieten Anbieter in einer Auktion auf deinen Auftrag, bei Render zahlst du feste Preise pro Rechenstunde. Ob am Ende etwas Brauchbares herauskommt, prüft dort niemand. Gensyn und Ritual gehen einen Schritt weiter: Sie weisen nach, dass eine Rechnung korrekt ausgeführt wurde.
Bittensor bezahlt etwas anderes, nämlich das Ergebnis. Die Validatoren eines Subnetzes testen die Miner nach Regeln, die der Betreiber des Subnetzes schreibt, zum Beispiel wie gut ein Modell Aufgaben löst. Ihre Noten landen auf der Blockchain. Ein Verfahren namens Yuma Consensus bildet daraus einen nach Stake gewichteten Median. Gibt ein Validator einem Miner deutlich mehr als die Mehrheit, wird seine Note auf diesen Wert zurückgestutzt, und am Überschuss verdient keiner der beiden. So sollen sich Validatoren und Miner nicht gegenseitig hochjubeln.
Im Subnetz Affine sieht das so aus: Ein neues Modell muss das bisher beste in jeder Testaufgabe mit Abstand schlagen. Erst dann geht die Belohnung an den Herausforderer.
Die Schwächen stehen in Bittensors eigener Dokumentation. Validatoren können die Noten der anderen abschreiben, statt selbst zu testen. Dagegen hilft, die Noten erst verschlüsselt abzugeben und später aufzudecken, aber laut Doku nur dann, wenn sich die Leistung der Miner schnell genug ändert. Die Noten sind außerdem nur so gut wie die Testregeln, und Miner optimieren auf den Test. Und weil nach Stake gewichtet wird, setzen die großen Validatoren den Maßstab.
Bittensor mietet keine Grafikkarten. Es veranstaltet einen Wettbewerb und bezahlt den Sieger.
Was kommt bei diesem Wettbewerb heraus?
Was heute schon läuft
| Bereich | Subnetz | Was es macht | Was belegt ist |
|---|---|---|---|
| Sprachmodelle betreiben | Chutes (SN64) | Modelle per Schnittstelle abrufen, ohne eigene Server | auf OpenRouter Anbieter für 6 Modelle, darunter Kimi K2.6 und GLM-5.1 (06.10.2026) |
| Grafikkarten mieten | Lium (SN51) | GPU-Vermietung | eine Nvidia H100 kostet 2,15 bis 2,25 $ pro Stunde (lium.io, 06.10.2026) |
| Vertrauliches Rechnen | Targon (SN4) | Modelle laufen in abgeschotteten Maschinen, der Betreiber sieht weder Daten noch Modell | Technik in einem Paper mit Intel-Koautoren beschrieben (März 2026); als Kunden sind bisher nur andere Bittensor-Teams genannt |
| Modelle trainieren | Templar (SN3) | Training verteilt über das Internet, jeder kann mitrechnen | Covenant-72B: 72 Mrd. Parameter, mindestens 70 Teilnehmer, Paper vom März 2026 |
| Modelle verfeinern | Gradients (SN56) | Wettbewerb ums beste Fine-Tuning | in 180 eigenen Tests in 83 % der Fälle besser als Hugging Face AutoTrain |
| Erbgut analysieren | Minos (SN107) | Einstellungen bestehender Programme für die Genomanalyse optimieren | 5,3 % der Neuausgabe (04.10.2026) |
Das spannendste Ergebnis ist das Training. Covenant-72B ist das erste Sprachmodell dieser Größe, an dem jeder ohne Freigabe mitrechnen konnte. Frühere Versuche wie INTELLECT-1 ließen nur ausgewählte Teilnehmer zu. Im Wissenstest MMLU kommt das Modell auf 67,1 Punkte, Metas Llama 2 mit 70 Milliarden Parametern auf 65,6. Das ist das Niveau von 2023, nicht das der heutigen Spitzenmodelle. Das Team hinter Templar hat Bittensor im April 2026 im Streit verlassen. Freiwillige haben das Subnetz unter dem Namen Teutonic neu gestartet, ein fertiges neues Modell ist seitdem nicht belegt.
Bei der Grafikkarten-Miete ist Lium günstiger als die großen Clouds. Gegen spezialisierte Vermieter wie Vast.ai (ab 1,49 $ für eine H100) oder RunPod (ab 1,99 $) liegt es im selben Bereich, nicht darunter.
Die Produkte gibt es wirklich. An der Spitze sind sie noch nicht.
Wie viele nutzen sie?
Wer Bittensor nutzt: einige Tausend Adressen am Tag
Am 5. Oktober 2026 wurden auf Bittensor 89.895 Transaktionen unterschrieben, von 6.229 verschiedenen Adressen. Das ergibt eine Auszählung aller 7.200 Blöcke des Tages. Mehr als die Hälfte davon war die Maschine selbst: 31.404 Bewertungen von Validatoren, 15.815 Einträge, mit denen Miner ihre Modelle hinterlegen, dazu Anmeldungen von Servern. Gestaked oder gehandelt haben an dem Tag rund 2.400 Adressen, Geld überwiesen rund 2.200.
| Chain, 5. Oktober 2026 | Transaktionen | aktive Absender |
|---|---|---|
| Solana | 164,3 Mio. | 5,17 Mio. |
| Tron | 11,6 Mio. | 3,43 Mio. |
| Ethereum | 1,77 Mio. | 283.000 |
| NEAR | 866.000 | 96.000 |
| Avalanche C-Chain | 215.000 | 52.000 |
| Bittensor | 90.000 | 6.200 |
Quellen: Artemis (Solana, ohne Vote-Transaktionen), Tronscan, Etherscan, NearBlocks, Avalanche Metrics, eigene Auszählung der Blöcke (Bittensor). Bei Solana und NEAR sind es aktive Konten, die Zählweisen weichen leicht ab.
Bittensor hat damit ein Zwanzigstel der Transaktionen von Ethereum und ein Achtel der aktiven Absender von Avalanche, das selbst im September stark geschrumpft ist. Fairerweise muss man sagen: Die eigentliche KI-Arbeit, also rechnen, trainieren, Modelle abrufen, läuft nicht auf der Blockchain. Dort landen nur Bewertungen, Belohnungen und Staking.
Auf der Chain ist Bittensor vor allem eine Maschine, die sich selbst bewertet. Menschen sind es ein paar Tausend am Tag.
Bezahlt wird das alles bisher zum kleineren Teil von Kunden. Laut einer Auswertung von SubConnect, über die Crypto Briefing am 21. September 2026 berichtete, decken die Umsätze der Subnetze rund 9 bis 12 Prozent dessen, was Bittensor jedes Jahr an neuen TAO ausgibt.
Die Technik läuft. Bezahlt wird sie vor allem mit neuen TAO.
Und wo liegt die Chance, dass sich das ändert?
Wo die Chance im KI-Markt liegt
Die Lücke, auf die Bittensor zielt, ist echt. Drei Zahlen zeigen sie:
| Zahl | Quelle | |
|---|---|---|
| Kosten der größten Trainingsläufe | wachsen seit 2016 um das 2,4-Fache pro Jahr, Läufe über 1 Mrd. $ ab 2027 erwartet | Epoch AI, 03.06.2024 |
| Rechenzentrums-Umsatz von Nvidia | 193,7 Mrd. $ im Geschäftsjahr bis Januar 2026, Bruttomarge 71,1 % | Nvidia, Pflichtmeldung vom 25.02.2026 |
| Anteil offener Modelle an allen Abfragen auf OpenRouter | rund ein Drittel | OpenRouter und a16z, Dezember 2025 |
Training wird also immer teurer, die Hardware dafür verkauft im Wesentlichen ein Konzern mit sehr hoher Marge, und offene Modelle, die jeder betreiben darf, haben einen festen Platz im Markt. Wer Rechenleistung offen, günstig und ohne Vertrag anbietet, hat hier Raum. Genau das versuchen Chutes, Lium und Targon.
Was noch nicht bewiesen ist: Dass dezentrales Training mit den Spitzenmodellen mithält. Laut Epoch AI (Jaime Sevilla, 29.12.2025) lagen die größten dezentralen Trainingsläufe beim Rechenaufwand rund 1.000-fach unter Grok 4. Dezentrales Training wächst zwar um das 20-Fache pro Jahr, die Spitze nur um das 5-Fache. Aufholen in diesem Jahrzehnt hält Epoch trotzdem für unwahrscheinlich. Auch vertrauliches Rechnen für Firmenkunden und Coding-Agenten sind bisher Versprechen ohne unabhängig geprüfte Ergebnisse.
Die Lücke im KI-Markt ist echt. Ob Bittensor sie füllt, entscheiden zahlende Kunden.
Bis die zahlen, bezahlt Bittensor seinen Wettbewerb mit neuen TAO. Wie viele kommen jeden Tag dazu?
Das Angebot: Bitcoins Fahrplan, nur später gestartet
TAO hat Bitcoins Angebotsplan fast eins zu eins übernommen. Höchstens 21 Millionen Token. Das erste Halving kommt, wenn 10,5 Millionen ausgegeben sind, das zweite bei 15,75 Millionen, und so weiter, genau wie bei Bitcoin. Und nach dem ersten Halving kommen bei beiden 3.600 neue Coins am Tag dazu. Bei Bitcoin waren das ab November 2012 144 Blöcke mit je 25 BTC, bei TAO sind es 7.200 Blöcke mit je einem halben TAO.
Der Unterschied ist das Startdatum. Bitcoin hat diesen Weg 2009 begonnen, TAO 2021. Am 6. Oktober 2026 waren 11,59 Millionen TAO ausgegeben. So viele Bitcoin gab es am 20. August 2013.
| TAO heute | Bitcoin heute | |
|---|---|---|
| ausgegeben | 11,59 Mio. | 20,09 Mio. |
| neue Coins am Tag | rund 3.563 (gemessen, 7 Tage) | 450 |
| neues Angebot im Jahr | 11,2 % | 0,82 % |
| Bitcoin hatte so viele Coins am | 20. August 2013 |
Wer TAO kauft, kauft also kein Angebot wie bei Bitcoin heute. Er kauft das Angebot von Bitcoin im Sommer 2013.
TAO ist so knapp, wie Bitcoin es 2013 war, nicht wie heute.
Wann ändert sich das?
Wie es weitergeht: unter 1 Prozent erst um 2037
Weil die Halvings an die ausgegebene Menge gekoppelt sind, lässt sich der Weg ziemlich genau ausrechnen.
| Halving | bei ausgegeben | etwa | neue TAO am Tag | neues Angebot im Jahr | Bitcoin war dort |
|---|---|---|---|---|---|
| 1. | 10,5 Mio. | Dezember 2025 | 3.600 | 11,2 % (heute) | November 2012 |
| 2. | 15,75 Mio. | Ende 2029 | 1.800 | 4,2 % | Juli 2016 |
| 3. | 18,375 Mio. | Ende 2033 | 900 | 1,8 % | Mai 2020 |
| 4. | 19,6875 Mio. | Ende 2037 | 450 | 0,83 % | April 2024 |
Unter ein Prozent neues Angebot im Jahr, da wo Bitcoin heute steht, kommt TAO nach diesem Plan erst Ende 2037. Bitcoin hat von seinem Stand im August 2013 bis dahin elf Jahre gebraucht. TAO hinkt Bitcoin auf diesem Weg rund 13 Jahre hinterher.
In Dollar heißt das: Jeden Tag kommen rund 3.563 neue TAO auf den Markt, bei 305,90 Dollar sind das knapp 1,1 Millionen Dollar am Tag oder rund 400 Millionen Dollar im Jahr. Irgendjemand muss diese Token kaufen, damit der Kurs nur hält.
Zum Vergleich: Alle bekannten großen Halter zusammen, also der Grayscale-Trust und drei börsennotierte Firmen, die TAO als Reserve kaufen, kommen laut ihren Pflichtmeldungen auf rund 213.000 TAO. Das ist die Neuausgabe von 60 Tagen.
Die großen Käufer, die man kennt, halten zwei Monate Nachschub.
Ist wenigstens der Plan selbst fest?
Der Plan ist Software, und Software lässt sich ändern
Am 15. September 2026 um 21:42 Uhr UTC sind in einem einzigen Block 172.001 neue TAO entstanden. Das ist so viel wie sonst in 48 Tagen.
Dahinter steckt ein Software-Update der Blockchain, Version 459. Der Grund steht im Quellcode: Stakern auf dem Haupt-Subnetz waren in der Vergangenheit Dividenden gutgeschrieben worden, ohne dass die passenden TAO auf dem Konto lagen. Wer als Letzter seinen Stake abziehen wollte, hätte ins Leere gegriffen. Das Update hat die Lücke geschlossen, indem es die fehlenden TAO einfach neu ausgegeben hat. Die gesamte ausgegebene Menge stieg dabei genau um diesen Betrag.
Eingespielt wurde das Update über einen Schlüssel mit Sonderrechten, einen sogenannten Sudo-Key. Laut der Bittensor-Dokumentation liegt er bei drei Schlüsseln der Opentensor Foundation. Bei Bitcoin müsste eine solche Änderung das ganze Netz mittragen.
Das Update hat übrigens auch den Fahrplan verschoben. Weil die Halvings an die ausgegebene Menge gekoppelt sind, rückt das nächste Halving durch die 172.001 TAO um rund 48 Tage näher.
Bei TAO steht der Deckel im Code. Und den Code kann die Foundation ändern.
Aber spielt das alles überhaupt eine Rolle für den Kurs?
Der naheliegende Einwand
„Bitcoin hatte 2013 auch über 10 Prozent neues Angebot im Jahr und ist danach trotzdem auf das Tausendfache gestiegen.“
Das stimmt. Nur war die Knappheit damals nicht der Grund. Bitcoin stieg, weil immer mehr Leute Bitcoin haben wollten, und diese Nachfrage war größer als der Nachschub von über 10 Prozent. Für TAO heißt das dasselbe: Der Kurs hängt daran, ob genug Leute TAO kaufen wollen, weil sie die Subnetze nutzen oder an sie glauben. Der Deckel von 21 Millionen hilft dabei frühestens in elf Jahren.
Das Halving selbst war jedenfalls kein Startschuss. In der Woche danach fiel TAO um 20,6 Prozent, Bitcoin stieg um 0,5 Prozent. Der große Anstieg von 2026 kam später, vor allem im März mit +67 Prozent.
Und wer TAO staket, bekommt einen Teil der Neuausgabe selbst zurück. Wer TAO dagegen nur auf der Börse oder über einen Trust hält, trägt die 11 Prozent voll.
Ein Halving macht TAO nicht knapp. Nachfrage kann es teurer machen.
Wer hält TAO heute?
Tokenomics: wer TAO hat und wo es liegt
Bittensor ist 2021 ohne Vorverkauf gestartet, laut eigener Darstellung ohne vorab geschürfte Token. Wie viel die frühen Miner damals bekommen haben, lässt sich nicht mehr prüfen.
64,5 Prozent aller TAO sind gestaked, Stand 4. Oktober. Drei Viertel davon liegen auf dem Haupt-Subnetz, ein Viertel in den Pools der einzelnen Subnetze. Der größte Teil des Stakes läuft über wenige Betreiber: Vier Validatoren verwalten 58 Prozent des Stakes auf dem Haupt-Subnetz, darunter die Börse Kraken.
Bei den großen Haltern sieht es so aus:
| Halter | TAO | Stand |
|---|---|---|
| Grayscale Bittensor Trust (GTAO) | 46.332, danach Zukäufe | 30. Juni 2026 |
| TAO Synergies (TAOX) | rund 83.800 | 11. August 2026 |
| TaoWeave (TWAV) | rund 23.300 | 30. Juni 2026 |
| xTAO (Kanada) | rund 60.000 | 25. November 2025 |
Zusammen sind das knapp 2 Prozent aller ausgegebenen TAO.
Der Stake liegt bei wenigen Validatoren. Die großen Käufer halten zwei Prozent.
Und wie hat sich der Kurs gegen Bitcoin geschlagen?
Der Kurs gegen Bitcoin
Binance handelt TAO seit dem 11. April 2024.
| TAO | BTC | |
|---|---|---|
| Aus 1 $ am 11. April 2024 wurden | 0,49 $ | 1,23 $ |
| Plus-Monate | 13 von 29 | 16 von 29 |
| Median eines Monats | −4,4 % | +2,4 % |
| Monate, in denen BTC fiel | 13 | |
| … davon TAO besser | 5 | |
| … davon TAO selbst im Minus | 11 | |
| Größter Rückgang vom Hoch | −79,5 % | −53,0 % |
| Schwankung im Jahr | 104 % | 45 % |
| Jahr | TAO | BTC |
|---|---|---|
| 2024 (ab 11. April) | −29,3 % | +33,7 % |
| 2025 | −50,3 % | −6,3 % |
| 2026 (bis 5. Oktober) | +39,6 % | −2,1 % |
Über die ganze Zeit hat TAO gegen Bitcoin 60 Prozent verloren, im Halving-Jahr 2025 allein die Hälfte seines Werts. 2026 holt TAO auf, ohne dass am Angebot etwas knapper geworden wäre.
Den Kurs von TAO bewegt die Nachfrage, nicht der Fahrplan.
Was angekündigt wurde und was sich nachprüfen lässt
| Behauptung | Wer, wann | Was die Daten sagen | Urteil |
|---|---|---|---|
| Das Halving stützt den Kurs | Grayscale laut The Block, Dezember 2025 | Woche danach −20,6 % (BTC +0,5 %); Neuangebot danach 11,2 % im Jahr | als Knappheitsargument nicht haltbar |
| 21 Mio. wie Bitcoin | Bittensor | Deckel und Halvings wie Bitcoin; am 15.09.2026 per Update 172.001 TAO zusätzlich ausgegeben | Deckel ja, Plan per Update änderbar |
| US-Spot-ETF von Grayscale, Entscheidung im August 2026 | Grayscale-Antrag 30.12.2025 und 02.04.2026 | GTAO handelt weiter außerbörslich; am 05.10.2026 neue Verwahrverträge mit BitGo und Coinbase gemeldet | nicht eingetreten |
| Bitwise TAO Strategy ETF | Bitwise, Antrag 30.12.2025 | seither immer wieder verschoben, zuletzt am 25.09.2026 | nicht in Kraft |
| Firmen kaufen TAO als Reserve | TAO Synergies, xTAO, 2025 | TAOX-Bestand im Quartalsbericht belegt, xTAO nur per Pressemitteilung | teilweise |
| Subnetze machen 28 bis 35 Mio. $ Umsatz im Jahr | SubConnect, Ende August 2026 | Spanne, nur 15 von 24 Subnetzen mit hoher Sicherheit, Einzelwerte nicht offen | teilweise |
| Kunden wie PwC France und Dropbox | Crypto Briefing, 21.09.2026, ohne Zuordnung | keine Bestätigung der Kunden, kein Vertrag gefunden | nicht nachprüfbar |
| Coding-Agent erreicht 80,3 % auf SWE-Bench | Ridges (SN62) auf X, 31.08.2025 | kein Eintrag in der offiziellen SWE-Bench-Rangliste gefunden; auf einem anderen Testsatz deutlich schlechter | nicht nachprüfbar |
| Gründer Jacob Steeves hat keine Sonderrechte | Steeves, The Block, 10.04.2026 | Sudo-Key aktiv, Netz im Juli 2024 nach einem Hack von der Foundation angehalten | teilweise widerlegt |
Was im Code und in den Pflichtmeldungen steht, lässt sich prüfen. Die großen Kundennamen nicht.
Was das für dich heißt
Wenn du TAO wegen der Knappheit kaufst: Rechne mit dem Bitcoin von 2013, nicht mit dem von heute. Jedes Jahr kommen gut 11 Prozent neue TAO dazu, rund 400 Millionen Dollar zum heutigen Kurs. Unter 1 Prozent fällt das erst um 2037, und der Plan kann per Update geändert werden.
Wenn du TAO wegen der Subnetze kaufst: Dann ist das die eigentliche Wette, und sie ist nicht aus der Luft gegriffen. Chutes, Lium und Templar zeigen, dass die Technik läuft. Aber die Nachfrage nach diesen Diensten muss jedes Jahr Käufer für einen Nachschub finden, der heute größer ist als alles, was die bekannten großen Halter zusammen besitzen.
Wenn du TAO hältst, ohne zu staken: Die 11 Prozent Neuausgabe gehen an dir vorbei. Staking gleicht sie teilweise aus, über einen Validator deiner Wahl.
21 Millionen sind der Deckel. Knapp wird TAO erst, wenn die Nachfrage den Nachschub schluckt.
Drei Zahlen zeigen, wie es weitergeht: die neuen TAO pro Tag, heute rund 3.563, der Stand der beiden ETF-Anträge und die Umsätze der Subnetze in Dollar. Offen ist, ob die Subnetze bis zum nächsten Halving Ende 2029 so viel einnehmen, dass Käufer den Nachschub von 400 Millionen Dollar im Jahr aufnehmen, ohne dass der Kurs nachgibt.
FAQ
Warum sind es 3.563 und nicht 3.600 neue TAO am Tag? 3.600 ist der Plan. Gemessen wurde die tatsächliche Zunahme der ausgegebenen Menge über sieben Tage bis zum 6. Oktober 2026. Ein kleiner Teil fließt wieder zurück, zum Beispiel wenn TAO für die Registrierung eines neuen Subnetzes verbrannt wird.
Wie wurden die Halving-Termine berechnet? Mit der heutigen Ausgabe von rund 3.563 TAO am Tag bis zur nächsten Schwelle. Ändert sich die Ausgabe, etwa durch solche Rückflüsse oder Updates wie am 15. September, verschieben sich die Termine. Laut Taostats liegt das nächste Halving um den 12. Dezember 2029.
Was war das Update vom 15. September? Eine einmalige Korrektur namens migrate_fix_root_pot_shortfall im Code von Subtensor, Version 459. Sie hat 172.001,44 TAO neu ausgegeben und auf das Konto des Haupt-Subnetzes gebucht, damit dort so viel TAO liegt, wie den Stakern gutgeschrieben war. Die Guthaben der Staker haben sich dadurch nicht verändert.
Wie sind die Monatsrenditen berechnet? Schlusskurs am Monatsende gegen den Schlusskurs am Ende des Vormonats, TAO und Bitcoin jeweils gegen USDT auf Binance, ohne Gebühren. April 2024 ab dem Schlusskurs vom 11. April.
Alle TAO-Monatsrenditen in US-Dollar
| Jahr | Jan | Feb | Mär | Apr | Mai | Jun | Jul | Aug | Sep | Okt | Nov | Dez |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 2024 | −37,7 | 0,1 | −30,1 | 11,1 | −6,9 | 105,6 | −16,2 | 39,9 | −34,9 | |||
| 2025 | 1,9 | −27,4 | −31,4 | 58,7 | 21,1 | −22,2 | 5,5 | −10,6 | −4,0 | 58,7 | −39,9 | −24,2 |
| 2026 | −9,7 | −7,5 | 67,2 | −18,6 | 2,6 | −20,9 | −4,4 | 19,2 | 30,6 |
Angaben in Prozent. April 2024 ab dem Schlusskurs vom 11. April.
Keine Anlageberatung, keine Empfehlung, keine Prognose — historische Muster sind keine Zusage.
Study the Past — Improve your Future 🥋