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Ausgeraubt! (1) Die größten Krypto-Scams – und woran du sie vorher hättest erkennen können

OneCoin, Bitconnect, PlusToken, Celsius, FTX: Milliarden weg, Millionen Geschädigte. In 9 der 15 größten Fälle stand das Warnzeichen im Angebot selbst, bevor jemand einzahlte: eine feste Rendite, Geld fürs Anwerben, eine Ertragsquelle, die keiner prüfen konnte. Was die größten Scams gemeinsam hatten, wie wenig die Opfer zurückbekamen, warum der Betrug heute anders aussieht und welche fünf Fragen du vor dem Einzahlen stellst.

Backtesting Arena·19. Oktober 2026·13 Min. Lesezeit·3 Aufrufe
Ausgeraubt! (1) Die größten Krypto-Scams – und woran du sie vorher hättest erkennen können

Im Sommer 2021 bot die Kreditplattform Celsius bis zu 17,78 Prozent Zinsen im Jahr auf Krypto-Einlagen. Rund 1,7 Millionen Kunden hatten dort Geld liegen. Im Juni 2022 stoppte Celsius alle Auszahlungen, im Juli folgte die Insolvenz. Die Plattform schuldete ihren Nutzern über 4,7 Milliarden Dollar.

Gründer Alex Mashinsky bekam im Mai 2025 zwölf Jahre Haft wegen Betrugs.

Die interessante Frage ist nicht, wie es endete. Sie lautet: Hättest du es vorher sehen können? Bei Celsius konntest du es. Am 23. September 2021 untersagte die Finanzaufsicht von Kentucky Celsius per Eilverfügung das Geschäft, im selben Monat folgte New Jersey. Das war neun Monate vor dem Auszahlungsstopp, öffentlich und mit Datum.

Wer das nächste Renditeversprechen vor sich hat, sollte deshalb wissen, wie die größten Fälle vorher aussahen.

Warum kluge Leute eingezahlt haben

Hinterher wirkt jeder Scam plump. Vorher wirkte er selten so.

Celsius hatte eine Erklärung, die vernünftig klang: Die Einlagen würden an andere verliehen, die Zinsen gingen an die Kunden. So funktioniert eine Bank im Grunde auch.

Andere Fälle hatten andere Stärken. Bei FTX lag das Geld auf einer Börse, nicht auf einer Anlageplattform, und Rendite war gar nicht versprochen. Bei Bitconnect gab es einen angeblichen Handelsroboter, der aus Kursschwankungen Gewinn machte. Bei OneCoin gab es Pakete und eine Kursanzeige, die nur nach oben ging. Bei PlusToken kam man nur über die Empfehlung eines Mitglieds hinein, also über jemanden, der schon dabei war. Und bei den Schneeballsystemen wurde am Anfang wirklich ausgezahlt: Wer früh dabei war, bekam Geld, und zwar aus den Einzahlungen der Späteren.

Ein Scam funktioniert, weil er am Anfang auszahlt.

Was hatten die größten Fälle trotzdem gemeinsam?

Die Rangliste: Milliarden weg, wenig zurück

Die 15 größten Betrugsfälle, bei denen die Betreiber selbst die Täter waren. Diebstahl durch Hacker kommt in Teil 2.

FallZeitraumBetrag laut QuelleWert der Coins heuteGeschädigteAusgangZurück an Opfer
FTX/Alameda2019–2022ca. 8 Mrd $ Kundengeld (US-Justiz)–n. b.Bankman-Fried 25 Jahre96–120 % in Dollar
OneCoin2014–2016über 4 Mrd $ (US-Justiz)keine echte Chainmind. 3,5 Mio.Mitgründer Greenwood 20 Jahre; Gründerin Ignatova flüchtigkein Opferprogramm gefunden
Bitconnect2016–20182,0–2,4 Mrd $ (SEC / US-Justiz)––Promoter Arcaro 38 Monate; Gründer angeklagt, flüchtig17,6 Mio $
PlusToken2018–2019mind. 2,2 Mrd $ (Gericht, zu Tiefstkursen)51,4 Mrd $2,69 Mio. Kontenüber 15 Verurteilte, bis 11 Jahrenichts
HyperVerse2020–20221,89 Mrd $ (US-Justiz)––Gründer angeklagt, flüchtig; zwei Promotoren schuldig, einer zu 32 Monaten verurteiltnichts gefunden
Mirror Trading Intl.2018–20211,73 Mrd $ (CFTC)2,45 Mrd $mind. 23.000Zivilurteil der CFTC; Gründer 2024 gestorbenn. b.
Celsius2018–20224,7 Mrd $ Schulden an Nutzer–1,7 Mio.Mashinsky 12 Jahrerund zwei Drittel
WOTOKEN2018–20197,7 Mrd Yuan ≈ 1,1 Mrd $9,1 Mrd $715.249bis 8,8 Jahrenichts
Finiko2019–2021über 1,1 Mrd $ (Chainalysis)––Gründer in Haft, kein Urteil gefundenn. b.
BitClub Network2014–2019mind. 722 Mio $ (US-Justiz)––vier Schuldbekenntnissen. b.
Goliath Ventures2023–2026397 Mio $ (CFTC)–ca. 1.600CEO Delgado schuldig (30.06.2026)n. b.
Forsage2020–2022ca. 340 Mio $ (US-Justiz)––Gründer angeklagt, nicht gefasstnichts
Thodex2017–2021356 Mio Lira Schaden (Anklage)–ca. 391.000 NutzerUrteil aufgehoben; Gründer 2025 in Haft gestorbenn. b.
JPEX2022–20231,6 Mrd HK$ ≈ 206 Mio $ (Polizei)–über 2.700 Meldungen26 Anklagen, kein Urteiloffen
QuadrigaCX2015–2019mind. 169 Mio C$ Verlust (Aufsicht OSC)–76.000kein Urteil, Gründer gestorben46 Mio C$

Beträge wie von der jeweiligen Quelle gemessen, also nicht direkt vergleichbar. „Wert der Coins heute“ nur, wo die eingenommene Coin-Menge belegt ist, Kurs 13.10.2026. n. b. = nicht belegt.

Zwei Dinge fallen auf. Erstens sind die alten Fälle in Coins gerechnet riesig. Was PlusToken bis Juni 2019 laut Urteil eingenommen hat, vor allem 314.211 BTC und 9,17 Millionen ETH, wäre heute 51,4 Milliarden Dollar wert. Das Gericht setzte damals mindestens 2,2 Milliarden an.

Zweitens kommt wenig zurück. Nur in vier der fünfzehn Fälle ist überhaupt Geld an die Opfer belegt.

Je größer der Scam, desto weniger hängt der Schaden am Betrag und desto mehr am Ausgang vor Gericht.

Doch woran hättest du die Fälle vorher erkannt?

Die Warnung stand im Angebot, nicht im Code

Für jeden Fall wurde geprüft, welche Warnzeichen vor dem Zusammenbruch öffentlich zu sehen waren.

FallFeste RenditeGeld fürs AnwerbenErtragsquelle nicht prüfbarReserven nicht prüfbarBehörde warnte vorher
OneCoin–●●●● 2015
Bitconnect● bis 40 % im Monat●●●● Jan. 2018
PlusToken●●●●–
HyperVerse● 0,5–1 % am Tag●●●–
WOTOKEN●●●●–
Celsius● bis 17,78 % im Jahr––●● Sept. 2021
JPEX● 20–21 % im Jahr●–●● seit Juli 2022
BitClub–●●●–
Forsage–●––● Sept. 2020
Mirror Trading––●●–
Goliath––●●–
FTX–––●–
Thodex–––●–
Finiko–––●–
QuadrigaCX–––●–

● = vor dem Zusammenbruch öffentlich belegt. – = nicht zutreffend oder in der Recherche nicht belegt.

Das Muster ist deutlich:

  • In 9 von 15 Fällen stand eine feste Rendite oder Geld fürs Anwerben im Angebot selbst.
  • In 14 von 15 Fällen konnte kein Kunde prüfen, ob das Geld wirklich da war. Die Ausnahme ist Forsage, dessen Vertrag öffentlich auf der Blockchain lag. Er zeigte offen, dass spätere Einzahlungen die früheren Teilnehmer bezahlten.
  • In 5 von 15 Fällen hatte eine Behörde schon vorher gewarnt.

Die Renditen sagen schon allein viel. Bitconnect warb laut der Eilverfügung aus Texas mit „bis zu 40 Prozent Zins pro Monat“. HyperVerse versprach 0,5 bis 1 Prozent am Tag. Auf ein Jahr gerechnet ist das ein Vielfaches des Einsatzes. Keine Börse, kein Fonds und kein Kredit zahlt das dauerhaft.

Dazu kam die Anwerbung. Bei PlusToken kam man nur über eine Empfehlung hinein. Laut Urteil hatte das System bis zu 3.293 Ebenen. Bei OneCoin bekam Mitgründer Sebastian Greenwood 5 Prozent des weltweiten Monatsumsatzes. Wenn dein Einkommen davon abhängt, wie viele Leute du mitbringst, bezahlen die Neuen die Alten.

Und die Ertragsquelle war jedes Mal eine Geschichte, die keiner nachprüfen konnte: ein Handelsroboter bei Bitconnect und Mirror Trading, ein „Arbitrage-Hund“ bei PlusToken, Mining bei HyperVerse. Den „Arbitrage-Hund“ gab es laut Gericht nicht. OneCoin hatte nicht einmal eine Blockchain. Den Kurs legte die Firma selbst fest, von 0,50 auf 29,95 Euro.

Für das Warnzeichen musstest du keinen Code lesen. Es stand in der Werbung.

Und die Fälle ohne Renditeversprechen, FTX und Thodex?

Bei Börsen steckt die Warnung in der Bilanz

FTX hat keine feste Rendite versprochen. Trotzdem war das größte Problem neun Tage vor der Pleite öffentlich. Am 2. November 2022 veröffentlichte Ian Allison bei CoinDesk die Bilanz von Alameda, dem Handelshaus von FTX-Gründer Sam Bankman-Fried. 5,8 der 14,6 Milliarden Dollar an Vermögen bestanden aus FTT. Das ist der Token, den FTX selbst herausgab.

Ein Handelshaus, dessen Vermögen zu 40 Prozent aus dem Eigentoken der Schwesterbörse besteht, steht auf dem eigenen Versprechen. Die Kundengelder von FTX waren laut Urteil zu Alameda geflossen. Bankman-Fried wurde in allen sieben Punkten schuldig gesprochen und bekam 25 Jahre Haft.

Bei Celsius war es ähnlich. Die Plattform hatte mit CEL einen eigenen Token. Bei Bitconnect war es BCC, bei WOTOKEN WOR. Bei Thodex in der Türkei, JPEX in Hongkong und QuadrigaCX in Kanada wurde das Kundengeld nicht getrennt vom Geld der Firma verwahrt.

Wenn eine Plattform ihre Sicherheit in ihrem eigenen Token misst, misst sie gar nichts.

Hätten Behörden das nicht verhindern müssen?

Wo Behörden warnten, stand es Monate vorher im Netz

In fünf Fällen gab es eine Warnung der Aufsicht, bevor es zusammenbrach:

  • OneCoin: Die finnische Polizei warnte im April 2015, die bulgarische Finanzaufsicht im September 2015. Geld eingesammelt wurde bis Ende 2016.
  • Forsage: Die philippinische Börsenaufsicht untersagte das Geschäft im September 2020. Die US-Börsenaufsicht SEC klagte im August 2022.
  • Celsius: Kentucky und New Jersey griffen im September 2021 ein, neun Monate vor dem Auszahlungsstopp.
  • JPEX: Die Hongkonger Aufsicht SFC führte JPEX ab Juli 2022 auf ihrer Warnliste. Zusammengebrochen ist die Börse im September 2023.
  • Bitconnect: Texas und North Carolina erließen Anfang Januar 2018 Eilverfügungen. Zwölf Tage später war Bitconnect zu.

Die Spanne reicht also von zwölf Tagen bis über ein Jahr. In zehn Fällen fand die Recherche keine Warnung vorher. Auf Behörden allein kannst du dich also nicht verlassen.

Eine Warnliste ist kein Beweis für Sicherheit. Ein Eintrag darauf ist aber ein Beweis für Gefahr.

Und wenn es schon passiert ist: Was bekommst du zurück?

Zurück bekommst du wenig und selten deine Coins

Am meisten bekamen die Kunden von FTX zurück. Sie erhalten 96 bis 120 Prozent ihrer Forderung, je nach Gläubigerklasse. Das klingt nach einem guten Ende. Der Haken: Die Forderung zählt in Dollar zum Kurs vom Tag der Insolvenz, dem 11. November 2022. Bitcoin stand damals bei 16.871 Dollar, heute bei 83.223.

Wer 1 BTC auf FTX hatte und 105 Prozent zurückbekommt, kann davon heute rund 0,21 BTC kaufen.

Die anderen Fälle sehen schlechter aus:

  • Celsius: rund zwei Drittel der Forderungen in den ersten drei Ausschüttungen. Im Februar 2026 begann eine vierte über 344 Millionen Dollar.
  • QuadrigaCX: 46 Mio. kanadische Dollar zurückgeholt, bei mindestens 169 Mio. Verlust.
  • Bitconnect: 17,6 Mio. Dollar für rund 800 Opfer, bei 2 bis 2,4 Milliarden Schaden. Das ist unter einem Prozent.
  • PlusToken und WOTOKEN: Die beschlagnahmten Coins gingen an die chinesische Staatskasse. Die Opfer bekamen nichts.
  • OneCoin, Forsage, HyperVerse: Die Hauptbeschuldigten sind flüchtig oder nicht ausgeliefert. Ein Programm für Opfer fand die Recherche nicht.

Was du zurückbekommst, hängt also kaum an der Größe des Falls. Es hängt daran, wo er spielt. Ein US-Insolvenzverfahren mit Masse zahlt. Ein Strafverfahren gegen flüchtige Gründer zahlt nichts.

Selbst wenn du alles zurückbekommst, bekommst du nicht deine Coins zurück.

Sind das alte Geschichten?

Der Betrug von heute braucht keine Plattform mehr

Die großen Schneeballsysteme prägten die Jahre bis 2022. Heute sieht der Betrug anders aus.

Die Meldestelle des FBI für Internetkriminalität, IC3, zählt die Schäden, die Menschen in den USA melden. Für Krypto sah das so aus:

JahrGemeldete Krypto-Verluste (USA)Anteil an allen gemeldeten Verlusten
2020246 Mio $5,9 %
2021über 1,6 Mrd $23,2 %
2023ca. 5,6 Mrd $44,8 %
20249,32 Mrd $56,1 %
202511,37 Mrd $54,5 %

FBI IC3, Jahresberichte. Nur gemeldete Fälle in den USA.

In fünf Jahren haben sich die gemeldeten Verluste fast verfünfzigfacht. Mehr als die Hälfte aller Schäden, die beim IC3 gemeldet werden, betrifft inzwischen Krypto.

Der größte Posten 2025 war Krypto-Investmentbetrug mit 7,23 Milliarden Dollar. Gemeint ist vor allem das sogenannte Pig Butchering, wörtlich „Schweineschlachten“. Der Name beschreibt das Vorgehen: Das Opfer wird erst über Wochen „gemästet“, mit Vertrauen und Scheingewinnen, und dann „geschlachtet“.

Laut IC3 läuft es meist so ab:

  1. Jemand schreibt dich an, per SMS, in sozialen Netzwerken oder einer Dating-App.
  2. Das Gespräch wechselt auf einen Messenger. Es geht um Freundschaft, oft um mehr.
  3. Irgendwann kommt ein Tipp zu einer Anlage, mit Zugang zu einer Plattform, die echt aussieht und Gewinne anzeigt.
  4. Du zahlst mehr ein, manchmal mit einem Kredit.
  5. Willst du dein Geld abheben, werden plötzlich Steuern oder Gebühren fällig.
  6. Danach melden sich angebliche Helfer, die dein Geld zurückholen wollen. Auch das ist Betrug.

Hinter vielen dieser Fälle stehen laut IC3 organisierte Banden in Südostasien, die Opfer von Menschenhandel als Zwangsarbeiter einsetzen. 2025 schrieb das FBI 3.780 Menschen an, bei denen es Betrug vermutete. 78 Prozent von ihnen wussten nicht, dass sie betrogen wurden.

Früher musstest du eine Plattform finden, die dich betrügt. Heute findet der Betrug dich.

Das Muster aus der Rangliste gilt trotzdem weiter: eine Rendite, die zu gut ist, und ein Ertrag, den du nicht prüfen kannst. Nur kommt das Angebot jetzt von einer Person statt von einer Firma.

„Hinterher ist man immer klüger“: Meist hätte vorher eine Frage gereicht

„Hinterher ist man immer klüger. Vorher sah das alles seriös aus.“

Zum Teil stimmt das. Bei FTX gab es kein Renditeversprechen und keine Behördenwarnung. Wer dort Geld liegen hatte, musste schon die Bilanz von Alameda lesen, und die war erst neun Tage vor dem Ende öffentlich. In einigen Fällen wurde Entscheidendes erst nachträglich bekannt: Der angebliche Chef von HyperVerse war laut Guardian Australia ein bezahlter Schauspieler.

Aber in neun von fünfzehn Fällen brauchte es kein Insiderwissen. Die feste Rendite stand auf der Website. Die Provision fürs Anwerben stand im Vergütungsplan. Und dass der Handelsroboter nicht zu prüfen war, sah jeder, der danach fragte.

Hinterher klüger muss nur sein, wer vorher nicht gefragt hat.

Welche Fragen sind das?

Vor dem Einzahlen: fünf Fragen

  1. Steht da eine feste Rendite, pro Tag, pro Monat oder deutlich über dem Markt? Dann frag, wer sie bezahlt. Kein seriöses Geschäft garantiert Prozent am Tag.
  2. Verdienst du daran, andere mitzubringen? Wenn die Anwerbung Teil des Einkommens ist, bezahlen die Neuen die Alten.
  3. Kannst du die Ertragsquelle selbst prüfen? „Handelsroboter“, „Arbitrage“, „KI-Trading“ oder „Mining“ ohne Nachweis sind eine Behauptung, kein Ertrag.
  4. Kannst du prüfen, ob dein Geld da ist? Gibt es einen Nachweis der Reserven, getrennte Konten für Kundengeld, und wie viel der Sicherheiten ist der eigene Token?
  5. Wer hat dich hergeführt, und was sagt die Aufsicht? Kam der Tipp von jemandem, den du nur online kennst, ist das ein Warnzeichen. Und such den Anbieter in den Warnungen der Aufsicht, in Deutschland bei der BaFin.

Wenn du bei einer Frage nicht weiterkommst, ist das schon die Antwort.

Ein gutes Angebot hält Nachfragen aus. Ein Scam hält sie nicht aus.

Nicht jede hohe Rendite ist Betrug, und eine Plattform ohne diese Warnzeichen ist nicht automatisch sicher. Die fünf Fragen fassen zusammen, was die größten belegten Fälle vorher gemeinsam hatten.

Bleibt die andere Hälfte des Risikos. Was, wenn nicht der Betreiber dich bestiehlt, sondern ein Dritter ihn? Darum geht es in Teil 2: die größten Krypto-Hacks und wo dein Geld am ehesten verschwindet.

FAQ

Warum fehlt Terra/Luna? Terra ist ein Grenzfall. Der Zusammenbruch im Mai 2022 vernichtete 40 bis 60 Milliarden Dollar Marktwert. Das ist verlorener Wert, kein eingesammeltes und veruntreutes Geld. Gründer Do Kwon bekannte sich trotzdem des Betrugs schuldig und bekam im Dezember 2025 15 Jahre Haft. Er räumte dabei ein, dass eine Handelsfirma die Dollar-Bindung von UST im Mai 2021 gestützt hatte.

Warum sind die Beträge so unterschiedlich? Gerichte, Anklagen, Medien und Analysefirmen messen verschieden: zum Einzahlungswert, zum Tiefstkurs oder als Forderung. Bei Thodex in der Türkei nennen Medien rund 2 Milliarden Dollar Einlagen, die Anklage 356 Millionen Lira Schaden. Deshalb steht bei jedem Betrag die Quelle.

Ich glaube, ich bin betroffen. Was tun? Zahl nichts mehr ein, auch keine „Gebühr“ für die Auszahlung. Sichere Chats, Adressen und Überweisungen und erstatte Anzeige bei der Polizei. Und sei vorsichtig bei jedem, der dir anbietet, das Geld gegen Vorkasse zurückzuholen. Laut IC3 ist genau das die zweite Welle des Betrugs.

Wie gemessen wurde

Ranking nach den Beträgen der jeweils besten verfügbaren Quelle: Urteile, US-Justizministerium, SEC, CFTC, Aufsichtsbehörden, sonst Analysefirmen oder Medien, jeweils benannt. Nur Fälle, in denen die Betreiber selbst die Täter waren. Täter nur benannt, wenn sie verurteilt sind oder sich schuldig bekannt haben; Angeklagte ohne Urteil bleiben ohne Namen, mit Ausnahme der vom FBI gesuchten OneCoin-Gründerin. Heutige Werte nur, wo die eingenommene Coin-Menge belegt ist, zu Binance-Kursen vom 13.10.2026. Warnzeichen zählen nur, wenn sie vor dem Zusammenbruch öffentlich belegt sind. FBI-IC3-Zahlen sind gemeldete Fälle in den USA und damit eine Untergrenze. Recherche am 13.10.2026.


Keine Anlageberatung, keine Empfehlung, keine Prognose — historische Muster sind keine Zusage.

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