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Was ist Avalanche – und brauchen seine Blockchains noch AVAX?

Jede neue Blockchain auf Avalanche hat früher AVAX gebunden: 2.000 je Validator. Seit dem Etna-Upgrade im Dezember 2024 zahlen alle 577 aktiven Validatoren der eigenen Avalanche-Chains zusammen rund 9.200 AVAX im Jahr. Was Avalanche macht, wer es nutzt, was den Token wirklich trägt und wie sich AVAX gegen Bitcoin geschlagen hat.

Backtesting Arena·7. Oktober 2026·14 Min. Lesezeit·3 Aufrufe
Was ist Avalanche – und brauchen seine Blockchains noch AVAX?

Der September 2026 war für AVAX der beste Monat seit November 2024: plus 51 Prozent, Bitcoin plus 6 Prozent. Dazu passten die Schlagzeilen. Ende September hieß es bei cryptoticker und Stocktwits, Goldman Sachs bringe einen 100-Milliarden-Dollar-Fonds auf Avalanche. Im Juli meldete Bridgetower, Bodenschätze aus Arizona im Wert von 11 Milliarden Dollar auf Avalanche zu tokenisieren. Die FIFA hat dort eine eigene Blockchain, Nexon das Spiel MapleStory.

Die Kaufbegründung dahinter klingt logisch: Je mehr Firmen eigene Blockchains auf Avalanche bauen, desto mehr AVAX brauchen sie. Bis Dezember 2024 hat das auch so funktioniert.

Wenn du AVAX aus diesem Grund kaufst, solltest du eine Zahl kennen: Wie viel AVAX zahlen die Avalanche-Chains heute?

Was Avalanche macht: eine Hauptchain und viele eigene Chains

Avalanche ist seit dem 21. September 2020 live, gebaut von Ava Labs unter Emin Gün Sirer, einem früheren Informatikprofessor aus Cornell. Das Netz besteht aus zwei Teilen.

Der erste ist das Hauptnetz mit drei Chains. Für dich zählt davon vor allem die C-Chain. Sie funktioniert wie Ethereum, dieselben Wallets und Programme laufen dort, und hier liegen DeFi, Stablecoins und die meisten Token. Wer auf der C-Chain etwas macht, zahlt die Gebühr in AVAX, und diese Gebühr wird verbrannt.

Der zweite Teil sind eigene Blockchains, die Firmen und Projekte auf Avalanche starten. Früher hießen sie Subnetze, heute L1s. Eine L1 hat eigene Validatoren, eigene Regeln und meist einen eigenen Token für die Gebühren. Die FIFA-Chain ist so eine L1, ebenso Henesys für MapleStory oder die Spielechain von Off The Grid.

Avalanche verkauft nicht eine Blockchain, sondern einen Baukasten für viele.

Was technisch anders ist: schnelle Endgültigkeit und Chains nach Maß

Der Konsens. Bei Avalanche gibt es keinen Blockproduzenten, der bestimmt, was gilt. Jeder Knoten fragt stattdessen immer wieder 20 zufällig gewählte andere Validatoren, welchen Block sie für richtig halten. Antworten mindestens 15 gleich, ist das eine Runde. Nach 20 erfolgreichen Runden hintereinander ist der Block endgültig. Das dauert rund ein bis zwei Sekunden. Zum Vergleich: Bei Ethereum ist ein Block nach rund 15 Minuten endgültig, bei Solana nach rund 13 Sekunden.

Die L1s. Wer eine eigene Chain will, kann bei Avalanche fast alles selbst festlegen: wer validieren darf, welcher Token die Gebühren bezahlt, ob die Chain öffentlich ist oder nur für zugelassene Teilnehmer. Das ist der Grund, warum Banken, Spielefirmen und die FIFA hier gelandet sind. Verbunden werden die Chains über Avalanches eigenes Nachrichtensystem (Interchain Messaging). Eine Nachricht ist dabei so sicher wie die Validatoren der Chain, von der sie kommt. Bei einer Firmen-Chain mit fünf eigenen Validatoren sind das eben fünf.

Die Schwächen. Nur 24 Validatoren halten zusammen mehr als ein Drittel des Stakes, 44 mehr als die Hälfte. Am 23. Februar 2024 stand die Endgültigkeit im ganzen Hauptnetz rund fünf bis sechs Stunden still, wegen eines Softwarefehlers. Und von 569 registrierten Subnetzen haben nur 66 heute Validatoren mit Guthaben; die Statistikseite von Avalanche zählt 10 Chains mit mehr als 1.000 Transaktionen am Tag.

Technisch ist Avalanche schnell und flexibel. Die Frage ist, was davon beim Token ankommt.

Was heute nachweislich läuft

AnwendungWas läuftBeleg
BlackRock BUIDL (Geldmarktfonds als Token)483 Mio. $ auf der C-Chainrwa.xyz, DefiLlama
Aave (Kreditmarkt)345 Mio. $ eingelegt (V3)DefiLlama
Benqi (Staking, Kredite)259 + 129 Mio. $DefiLlama
Grove (tokenisierte Kredite, Sky)263 Mio. $DefiLlama
Tokenisierte Aktien330 Mio. $, plus 70 % in 30 Tagenrwa.xyz
Off The Grid (Spiel, eigene L1)rund 11,9 Mio. Transaktionen in 30 Tageneigene Stichprobe auf der Chain
Dexalot (Börse, eigene L1)rund 6,9 Mio. Transaktionen in 30 Tageneigene Stichprobe
MapleStory Universe (Henesys-L1)3,99 Mio. Transaktionen, 21.445 Adressen am Tagmetrics.avax.network
FIFA Blockchain (eigene L1)2.340 Transaktionen in 30 Tagen, rund 78 am Tagmetrics.avax.network

Stand 7. Oktober 2026, 30-Tage-Fenster 7. September bis 6. Oktober.

Es läuft also echtes Geld und echtes Spielen auf Avalanche. Das Geld liegt fast ganz auf der C-Chain. Die bekannten L1s sind entweder Spiele mit eigenem Token oder, wie bei der FIFA, kaum benutzt.

Was Schlagzeilen macht und was auf der Chain passiert, sind bei Avalanche zwei verschiedene Listen.

Wer Avalanche nutzt: Die Zahlen haben sich Ende September halbiert, mit Absicht

Wenn du dir die Nutzung der C-Chain anschaust, siehst du einen Absturz. Im August liefen dort im Schnitt 2,23 Millionen Transaktionen am Tag, von rund 400.000 aktiven Adressen. Seit dem 27. September sind es 303.000 Transaktionen und rund 62.000 Adressen.

Weggelaufen ist dabei niemand. Mit dem Helicon-Upgrade vom 22. September dürfen die Validatoren den Mindestpreis für eine Transaktion selbst abstimmen. Zwischen dem 25. und 27. September haben sie ihn in drei Schritten auf rund das 80- bis 90-Fache angehoben. Eine Transaktion kostet jetzt rund 6 Cent statt eines Bruchteils davon. Der Vorschlag dazu (ACP-283) nennt ausdrücklich Spam als Grund.

Das Ergebnis: Die Transaktionen fielen um 86 Prozent, die bezahlten Gebühren stiegen von 509 auf 1.660 AVAX am Tag. Ein großer Teil der alten Nutzung war also Bot-Last, die nur bei fast null Kosten lief.

Im Vergleich mit anderen Chains, gleiches 30-Tage-Fenster, ohne Systemtransaktionen:

ChainTransaktionen am TagGebühren am Tag
Solana163,1 Mio. (dazu 205,7 Mio. Abstimmungen der Validatoren)905.000 $
BNB Chain17,1 Mio.714.000 $
Tron11,6 Mio.826.000 $
Base9,2 Mio.151.000 $
Ethereum1,9 Mio.579.000 $
Arbitrum1,5 Mio.22.000 $
NEAR0,84 Mio.4.600 $
Avalanche C-Chain0,67 Mio. (seit 27.09.: 0,30 Mio.)13.000 bis 18.000 $
alle Avalanche-Chains zusammen1,44 Mio.–

7. September bis 6. Oktober 2026. Quellen je Chain im Belege-Anhang. Solana zählt anders als die Ethereum-artigen Chains; sauber vergleichbar sind die EVM-Chains untereinander.

Bei den Transaktionen liegt die C-Chain unter den hier verglichenen Chains fast ganz hinten. Bei den Gebühren liegt sie in der Nähe von Arbitrum, weit hinter Ethereum, Tron oder Solana.

Seit dem 27. September misst die C-Chain weniger, aber ehrlicher.

Der Kern: Was die Avalanche-Chains heute für AVAX zahlen

Bis Dezember 2024 galt eine harte Regel. Wer eine Subnetz-Chain validieren wollte, musste auch das Hauptnetz validieren und dafür mindestens 2.000 AVAX staken. Eine Firmen-Chain mit fünf Validatoren band damit 10.000 AVAX. Das war die Mechanik hinter dem Satz „jede neue Chain braucht AVAX“.

Am 16. Dezember 2024 kam das Etna-Upgrade. Die Analysefirma K33 fasste es zwei Tage später so zusammen: Es „eliminates the requirement for validators to stake 2,000 AVAX (~$96,000), replacing it with a continuous fee system“. Seitdem zahlt ein L1-Validator eine laufende Gebühr von rund 1,33 AVAX im Monat, solange insgesamt weniger als 10.000 L1-Validatoren aktiv sind.

Was das heute ergibt, steht auf der P-Chain:

vor Etnaheute
Firmen-Chain mit 5 Validatoren10.000 AVAX gestaktrund 80 AVAX im Jahr
alle aktiven L1-ValidatorenPflichtstake 2.000 AVAX je Validator577 Validatoren, zusammen rund 9.200 AVAX im Jahr
vorausbezahltes Guthaben aller aktiven L1-Validatoren–2.000 AVAX

P-Chain und Glacier-API, 7. Oktober 2026. 2.010 L1-Validatoren sind registriert, 1.433 davon ohne Guthaben und damit inaktiv.

9.200 AVAX sind bei rund 11 Dollar etwa 100.000 Dollar im Jahr. Alle eigenen Chains von Avalanche zusammen zahlen dem Netz damit so viel, wie früher ein einziger Validator als Pfand hinterlegen musste. Ob diese Gebühr verbrannt wird, regelt der zugehörige Vorschlag ACP-77 nicht.

Zum Vergleich: Über das Staking entstehen jedes Jahr rund 10,2 Millionen neue AVAX. Für jeden AVAX, den die Chains zahlen, kommen also mehr als 1.000 neue dazu.

Im Hauptnetz ist die Zahl der Validatoren seit Etna von 1.567 auf 587 gefallen. Am stärksten fiel sie Mitte 2025, als die vor Etna begonnenen Stakes (höchstens ein Jahr Laufzeit) ausliefen: von 1.374 Anfang Juni auf 906 Anfang September. Das passt zur neuen Regel, beweist aber nicht, dass jeder davon ein Subnetz-Validator war.

Die L1s nutzen die Technik von Avalanche. Den Token brauchen sie dafür kaum noch.

Bleibt die Frage, ob die Chains AVAX nicht auf einem anderen Weg brauchen.

Der naheliegende Einwand

„Die Gebühr ist egal. Die L1s bringen Firmen, Geld und Nutzer ins Ökosystem, und das treibt AVAX über die C-Chain.“

Das ist der richtige Ort zum Nachsehen. Auf der C-Chain liegen die echten Gelder: 483 Millionen Dollar BUIDL, 637 Millionen Dollar in DeFi, 1,70 Milliarden Dollar an tokenisierten Werten, die man tatsächlich übertragen kann. Wer dort etwas macht, zahlt in AVAX, und die Gebühr wird verbrannt.

Nur: Diese Gebühren sind klein. In den letzten 365 Tagen kamen auf der C-Chain höchstens 296.000 AVAX zusammen. Selbst im neuen Tempo nach der Spam-Bremse, 1.660 AVAX am Tag, wären es rund 610.000 AVAX im Jahr. Dem stehen rund 10,2 Millionen neue AVAX aus dem Staking gegenüber, also 17- bis 35-mal so viel.

Und die großen Zahlen aus den Schlagzeilen landen gar nicht dort. Von den 11,40 Milliarden Dollar, die rwa.xyz als „auf Avalanche abgebildet“ führt, sind 11,06 Milliarden ein einziger Eintrag: die Bergbauwerte von Bridgetower in Arizona. Sie lassen sich weder übertragen noch handeln. Goldman Sachs bringt seinen Fonds über die Plattform Lynq, deren Anteile nicht als Token auf Avalanche liegen.

Die Nachfrage nach AVAX kommt von der C-Chain, und die C-Chain verbrennt im Jahr weniger als ein Zehntel dessen, was neu entsteht.

Tokenomics: wer AVAX hat und was neu dazukommt

Angebot. Höchstens 720 Millionen AVAX. Ausgegeben sind 475 Millionen, im Umlauf laut CoinGecko 443 Millionen.

Neue AVAX. Rund 10,2 Millionen im Jahr aus dem Staking, etwa 2,2 Prozent des Angebots. Dazu gibt die Foundation vierteljährlich 1,667 Millionen AVAX frei, die nächste Tranche am 24. Oktober 2026, die letzte im Juli 2030. Helicon senkt die Staking-Rendite seit dem 22. September schrittweise, aber nur für neue Stakes; voll wirkt das erst Ende 2027.

Verbrannt. Seit dem Start insgesamt 5,10 Millionen AVAX, fast alles aus C-Chain-Gebühren. Der Großteil stammt aus 2021 bis 2023, als DeFi auf Avalanche boomte.

Gestakt. 180,9 Millionen AVAX bei 587 Validatoren, rund 41 Prozent des Umlaufs. Die Rendite liegt bei rund 5,7 Prozent im Jahr, und sie kommt aus neuen AVAX, nicht aus Gebühren.

Firmen und Fonds. Zwei börsennotierte Treasury-Firmen halten zusammen rund 27 Millionen AVAX, gut 6 Prozent des Umlaufs. Die drei US-ETFs von VanEck, Grayscale und Bitwise halten zusammen rund 5 Millionen.

Bei den Treasury-Firmen lohnt ein zweiter Blick. Avalanche Treasury Co. (AVAT) hat ihre AVAX laut Filing im Oktober 2025 mit 60 Prozent Rabatt von der Foundation gekauft. Am 23. September 2026 hat sie 2,08 Millionen gesperrte AVAX für 15 Millionen Dollar an die Foundation zurückverkauft, rund 7,20 Dollar je Stück, während AVAX an diesem Tag bei 10,26 Dollar schloss. Mit dem Geld tilgt sie Schulden. An der Börse ist AVAT nur rund 0,6-mal so viel wert wie ihre AVAX, AVAX One (AVX) rund 0,3-mal.

Wer AVAX hält, wird von der Emission verwässert und von der C-Chain kaum entschädigt.

Wie sich das im Kurs zeigt, beantwortet der Vergleich mit Bitcoin.

Der Kurs gegen Bitcoin

AVAXBTC
Januar 2023 bis September 2026+0,3 %+405,5 %
2026 bis September−11,2 %−4,6 %
September 2026+51,2 %+6,4 %
Monate seit 2023, in denen BTC fiel17
… davon AVAX selbst im Minus16
… davon AVAX besser als BTC4
Monate seit 2023, in denen BTC stieg28
… davon AVAX besser als BTC9
Median eines Monats seit 2023−3,4 %+3,0 %
Abstand vom Rekordschluss (134,84 $, 22.11.2021)−91,4 %
JahrAVAXBTC
2020 (ab 22.09.)+274,8 %+148,3 %
2021+3.334,8 %+59,8 %
2022−90,0 %−64,2 %
2023+253,7 %+155,6 %
2024−7,4 %+121,3 %
2025−65,5 %−6,3 %
2026 (bis September)−11,2 %−4,6 %

Binance-Monatskerzen AVAXUSDT und BTCUSDT, Schlusskurse, bis 30.09.2026.

Seit Anfang 2023 hat AVAX nichts verdient, während Bitcoin sich verfünffacht hat. Fällt Bitcoin, fällt AVAX fast immer mit und meist stärker. Steigt Bitcoin, hält AVAX nur in jedem dritten Monat mit. Der September war so ein seltener Monat, und er hat die Bilanz seit 2023 gerade erst von minus 34 Prozent auf null gebracht.

AVAX ist seit 2023 eine Wette, die in Bitcoins guten Monaten selten mitzieht und in den schlechten fast immer mitfällt.

Was angekündigt wurde und was sich nachprüfen lässt

BehauptungWer, wannWas die Daten sagenUrteil
BlackRock BUIDL auf AvalancheBlackRock, Securitize483 Mio. $ auf der C-Chainstimmt
Grove investiert „up to ~$250M“ in tokenisierte KrediteGrove/Sky, avax.network, 28.07.2025263 Mio. $ laut DefiLlamastimmt
11 Mrd. $ Bodenschätze tokenisiertBridgetower, 13.07.2026als „abgebildet“ gezählt, nicht übertragbar, nicht handelbarteilweise
„Avalanche hat 11 Mrd. $ in RWA“Medien, Juli 20261,70 Mrd. $ frei übertragbarteilweise
Goldman-Sachs-Fonds über 100 Mrd. $ auf Avalanchecryptoticker, Stocktwits, 28./29.09.2026zeichenbar über Lynq, Anteile nicht als Tokenirreführend
FIFA Blockchain als eigene L1FIFA, 22.05.2025live, rund 78 Transaktionen am Tagstimmt, kaum genutzt
Spiele Off The Grid und MapleStoryGunzilla, Nexon11,9 bzw. 3,99 Mio. Transaktionen in 30 Tagenstimmt
Janus Henderson wird Validator@avax auf X, 16.09.2026keine Bestätigung von Janus Henderson, keine Validator-IDnicht nachprüfbar
Hanwha-Plattform für tokenisierte WertpapiereSeoul Economic Daily, 06.09.2026keine Emission auf der Chainnicht nachprüfbar
„Aave V4 zog 1,2 Mrd. $ an“CMC-KI-Newsfeed, 23.09.202630 Mio. $ laut DefiLlamafalsch
„Welle von L1s“ durch Avalanche9000Ava Labs, 2024335 Chains umgestellt, 66 mit aktiven Validatorenteilweise
Helicon senkt die NeuausgabeAvalanche Foundation, ACP-285, aktiv seit 22.09.2026gilt nur für neue Stakes, voll ab Ende 2027aktiv, Wirkung offen

Die verifizierten Einträge liegen auf der C-Chain. Die großen Zahlen hängen an L1s oder an Plattformen, die AVAX nicht brauchen.

Was das für dich heißt

Wenn du AVAX hältst oder kaufen willst:

  • Kauf nicht die Schlagzeile über die nächste Chain. Seit Etna zahlt eine neue L1 dem Netz rund 16 AVAX je Validator im Jahr. Eine FIFA-, Bank- oder Spiele-Chain ändert an der AVAX-Nachfrage fast nichts.
  • Schau auf die C-Chain-Gebühren. Sie sind die eine Stelle, an der Nutzung AVAX verbrennt. Heute sind es rund 1.660 AVAX am Tag. Erst wenn das in die Nähe der Neuausgabe kommt, rund 28.000 AVAX am Tag, trägt die Nutzung den Token.
  • Rechne mit Verwässerung. Rund 10,2 Millionen neue AVAX im Jahr aus dem Staking, dazu 6,7 Millionen aus Foundation-Freigaben. Wer nicht stakt, verliert jedes Jahr Anteil.

Was hier nicht behauptet wird: dass Avalanche technisch schlecht ist oder dass der Kurs fallen muss. Die Technik funktioniert, und die echten Gelder auf der C-Chain wachsen. Die offene Frage ist, ob die neue Gebühr nach dem 27. September hält, wenn die Bot-Last weg ist und nur bezahlte Nutzung bleibt. Das zeigt sich ab Ende Oktober, wenn 30 Tage Daten vorliegen.

FAQ

Was ist der Unterschied zwischen Subnetz und L1? Dasselbe Prinzip, eigene Chain mit eigenen Validatoren. Seit Etna heißen sie L1, und ihre Validatoren müssen das Hauptnetz nicht mehr mitvalidieren und keine 2.000 AVAX mehr staken.

Zahlen die L1s nicht Gebühren in AVAX für ihre Transaktionen? Meist nicht. Eine L1 legt ihren eigenen Gebühren-Token fest, bei Spielen oft den eigenen Spiel-Token. AVAX zahlt nur der Validator für seinen Platz auf der P-Chain.

Warum sind die Transaktionszahlen von Avalanche je nach Seite so verschieden? Weil Ende September die Bot-Last verschwand und viele Seiten 30-Tage-Schnitte zeigen, die alte und neue Zeit mischen. Hier stehen beide getrennt.

Gibt es einen Avalanche-ETF? Ja, drei in den USA: VanEck VAVX seit Januar 2026, Grayscale GAVA seit März 2026, dazu Bitwise BAVA. Zusammen halten sie rund 5 Millionen AVAX, gut 1 Prozent des Umlaufs.

Alle AVAX-Monatsrenditen in US-Dollar

JahrJanFebMärAprMaiJunJulAugSepOktNovDez
2020409,3−15,81,6−14,0
2021322,877,819,914,2−44,7−34,113,2192,168,7−3,286,7−9,1
2022−36,221,015,2−41,5−53,6−35,739,6−19,3−10,112,1−31,8−17,1
202381,7−13,73,6−3,4−17,5−7,7−1,6−22,2−7,422,688,880,2
2024−14,023,532,0−39,510,1−18,5−12,5−11,221,5−9,779,0−20,3
2025−3,6−35,0−16,111,5−0,6−13,725,14,128,2−39,4−24,6−10,1
2026−17,9−9,5−2,72,0−1,2−27,2−2,313,351,2

Binance AVAXUSDT, Monatsrendite Schluss zu Schluss in Prozent; September 2020 ab Handelsstart 22.09.

Keine Anlageberatung, keine Empfehlung, keine Prognose — historische Muster sind keine Zusage.

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